Lasercutter im Makerspace Teil 1

Hallo Maker und Laserbegeisterte,
wie bereits angekündigt, hatten wir noch zum Ende letzten Jahres unseren Lasercutter bekommen und aufgebaut.Inzwischen konnten wir auch etwas praktische Erfahrungen sammeln und sind nun in der Lage, einfache und kleinere Projekte durchzuführen. Die Software, die dabei zur Anwendung kommt, nennt sich Laserweb.
Aber noch mal ein kurzer Rückblick:
Was haben wir?
FabCreator Fabkit MK5
Es handelt sich um den FabCreator Fabkit MK5, der als BAUSATZ geliefert wird.
  •     Außenmaße Grundgerät: 1150*750*450mm
  •     Arbeitsbereich: 680mm x 460mm
  •     Laser: YongLi A1 40W Co2 Glas-Laserröhre mit Wasserkühlung
  •     Leistungsaufnahme: <1,5kW (incl. Kühlanlage)
  •     Software: Laserweb CNC Pro
  •     Controller: Smoothieboard 5XC
  •     Firmware: Smoothieware Edge CNC, siehe auch Fabkit-Forum: Firmware
In unseren allgemeinen Vereins-Wiki könnt hr zum Aufbau mehr Information bekommen, besucht einfach dafür: https://technikkultur-erfurt.de/makerspace:maschinen:lasercutter:start
Was macht man eigentlich mit einen Lasercutter?
Naja zunächst muss man sagen, ein Lasercutter erfordert ein gewisses Hintergrundwissen in CAD oder Vectorgrafiken. Im Prinzip ist die Funktionsweise recht einfach erklärt: Man übergibt der Software, die den Cutter steuert, eine Datei, die mit Anweisungen gefüllt ist, die der Maschine sagt, wo und wie schnell sie einen bestimmten Pfad in einen X-Y Koordinatensystem abfahren soll. Dabei wird die Laserausgangsleistung an bestimmten Punkten individuell geregelt. Somit ist es möglich, sowohl zu schneiden als auch zu gravieren.
Was ist nun der Unterschied zum 3DDrucker?
Beide Maschinen weisen Ähnlichkeiten in der Mechanik auf, allerdings druckt der Drucker ein Material von einer Rolle z.B. und das neue Objekt entsteht aus dem NIchts. Der Cutter schneidet ein bestehendes Material z.B. Holz, Acryl, Leder… Man kann also mit einer Vorlage z.B. Bilderrahmen oder komplexe Objekte produzieren. 
Und wie genau ist das?
Sehr genau, natürlich bedeutet ein Schnitt immer Verlust von Material. Entsprechend von der Fokussierung des Laserstrahls kann damit ein Schnitt von unter 0,1mm oder Gravur von 5mm Strichstärke erzeugt werden. Zum Vergleich haben wir einen Schriftzug ausgeschnitten, der eine Buchstabengröße von 8mm hatte und trotzt sauberen Schnitt (bis durch) sind die Buchstaben nicht raus gefallen.
Kann man damit Metall schneiden?
Nein, dass geht leider nicht. Der Laser arbeitet in einer bestimmten Wellenlänge des Lichts (Infrarot) und hat eine bestimmte Ausgangsleistung (40W). Damit ist es leider nicht möglich, Metall zu schneiden.
Praktische Beispiele?
Jegliche Kisten aller Art, Verblendungen, Schwibbögen, Schneiden und Gravieren von Schriftzügen, Puzzle selber bauen, Papier filligran schneiden mit Ornamenten und und und. Alles, was absolut präzise geschnitten sein soll, in Größenordnungen, wo man mit Skalpell mehrere Stunden benötigen würde, werden innerhalb weniger Sekunden geschnitten. Frei erstellte Muster, Masken oder  Vorlagen lassen sich umsetzen.
Man könnte sagen ein CNC gesteuerter Cutter ist eine Art Schweizer Taschenmesser in der Materialbearbeitung.
viele Grüße
Steve

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